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Erwin von Baelz  1849-1913

ライプチヒ大学の内科講師。明治9年(1876年)、ドイツ医学の導入を決めた日本政府に招聘され、東京医学校(現東京大学医学部)の内科教授となり、日本の医学の基礎を築く。西洋医学を伝導する一方で日本古来の温泉医療に感銘を受け、日本の温泉療法を世界に紹介する。明治13年に伊香保温泉(群馬県)、明治29、37年に草津温泉(群馬県)を視察し、温泉の医学的効用を研究する。本格的な温泉保養地を草津に建設しようとするが、草津町議会は満場一致でベルツの温泉引湯を受け入れなかった。明治38年に草津温泉研究を条件とした基金を寄付してドイツに帰国する。

 

−−−ベルツ博士1893年にドイツ医学会で発表した草津温泉療法の論文(抜粋)−−−

      Verhandlungen des Congresses für Innere Medicin
                                Zwölfter Congress
         Gehalten zu Wiesbaden, vom 12.-15. April 1893.

 Das heisse Bad in physiologischer und therapeutischer Hinsicht.

                                         Von
                         Professor Dr. Baelz (Tokio)
                     Mit 5 Curvenzeichnungen im Texte.

XXV. Das heisse Bad in physiologischer und therapeutischer Hinsicht.

       Ich möchte nun noch kurz auf eine Art von Bädern aufmerksam machen, die einzig in der Welt dasteht sowohl in Bezug auf die Badeweise, als auch auf die therapeutischen Resultate: das sind die Bäder im Badeorte Kusatsu.  Wie stark dieselben nach der Volksmeinung wirken müssen, geht aus dem japanischen Sprichwort hervor: "Es giebt nur eine Krankheit, die eine Arzt und selbst die Bäder von Kusatsu nicht heilen können, und das ist die Liebe."  Diese Quellen liegen im Gebirge über 1000 Meter hoch, sie sind sehr starke Salzsäure-Schwefel-Alaun- Eisenquellen; ein Liter enthält 1,8 freie Schwefelsäure, 0,8 Salzsäure. 1 1/2 Gramm schwefelsaure Thonerde und 1/4 Gramm schwefelsaures Eisen, ausserdem etwas Schwefelwasserstoff.  Die Bäder werden noch heisser genommen als anderswo, und kein Europäer kommt in diesen Badeort, ohne ins äusserste Erstaunen zu gerathen, wenn er sieht, wie die Menschen bis zu 54 Grad Celsius 5 mal am Tage baden.  Die Wärme des Wassers ist so gross, dass die Leute nur durch gemeinsame Willensanstrengung auf Kommando ins Bad hineingehen.  Dasselbe dauert höchstens 3 Minuten; von Zeit zu Zeit lobt und ermuntert sie der Vorbader, nur noch kurze Zeit auszuharren; dann kommen sie heraus, roth wie die Krebse.  Die Baderegel befiehlt erst 100 mal mit einem Schöpf-löffel das heisse Wasser über den Kopf zu giessen und dann erst hineinzugehen.  Sonst bekommt man Ohnmachten.  Hier beobachtet man nun etwas, was wir uns nicht erklären können.  Es bricht nämlich  nach 6-7 Tagen zuerst an Stellen, wo die Haut weich ist, wie an Ellbogen- und Schenkelbeuge, Analgegend, Achselhöhle, später am ganzen Körper ein starkes pockenartiges Exanthem oder ein Ekcem aus.  Nach kurzer Zeit ist der Mensch so damit bedeckt, dass er oft kaum gehen kann.  Wir haben alle Mittel der Hauttherapie erschöpft und nichts gefunden, was dieses Exanthem, das manchmal Monate dauert, heilen kann.  Die Leute verlieren den Schlaf und kommen vorüber gehend herunter.  Dafür sind die Resultate des Bades ganz glänzende.

     Die Wirkung ist bei schweren Rheumatismus und bei schwerer tertiärer Syphilis eine besonders grosse, und dafuür wird das Bad auch seit Jahrhunderten angewandt.  Ich habe einen syphilitischen Engländer behandelt, der trotz aller medicamentösen Behandlung immer wieder Recidive bekam; schliesslich schickte ich ihn nach Kusatsu, und nach drei Monaten kam er züruck und konnte die grössten Bergbesteigungen machen; eine schwere syphilitische Periostitis an der Tibia war spurlos verschwundeu, und dabei hatte er wärend der ganzen Zeit weder Jod noch Quecksilber gebraucht.  Gerade diese Heilungen bei hartnäckiger Syphilis sind ausserordentlich auffallend.

     Auch mehrere Jahre lang andauernde Heilung bei sonst mit allen Mitteln umsonst behandelter Gicht habe ich durch die Kusatsubäder wiederholt beobachtet.  Endlich ist es auch der einzige Ort, wo ich wirklich Heilungen von Lepra gesehen habe: diese wird dort mit heissen Bädern und zugleich mit Moxen behandelt, bis zu 1000 Moxen am Tage.

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     Ich fasse zusammen: Das heisse Bad in phisiologischer Beziehung ist eine ausserordentlich angenehme und erfrischeude Einrichtung, namentlich nach körperlicher Ansterungung, und die Gefahr der Erkältung ist unmittelbar nach dem Bade absolut ausgeschlossen.  Wenn man sich nachher mit kaltem Wasser übergiesst, ist das ganz erfrischend, aber man erkältetsich nicht.

     Die therapeutisch Wirkung ist namentlich bei Congestionszustanden der Athmungsorgane auffallend, sie ist ferner sehr deutlich bei Rheumatismus und Nephritis, bei Menstruationsbeschwerden.

     Was das Fieber betrifft, so handelt es nicht um Fieber im pathologischen Sinne, sondern einfach um vorübergehende Wärmeerhöhungen, um vorübergehende Wärmeaufname aus dem wasser.  Ich habe gesagt, die Blutwärme kann über 40 Grad gehen; ich selbst muss bei 39 oder 39 1/2 Grad heraus, aber bei Anderen habe ich bis 40,7 Grad beobachtet.

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     Was die Apoplexie betrifft, so ist diese Befürchtung allerdings begründet.  Ich warne jeden Menschen, der aus einer apoplekischen Familie stammt, sehr heiss zu baden und sage, er soll nicht über 42 Grad gehen; ein Japaner findet das fast kühl, und selbst der früher erwähnte deutsche freilich etwas japanisirte Landsmann hat in seinen Notizen geschrieben: im lauen Bad von 42 Grad.  Bei sehr alten Leuten habe ich gesehen, dass die Apoplexie sich sehr rasch an ein heisses Bad angeschlossen hat, so dass ich nicht wage, solchen heisse Bäder zu empfehlen.  Dagegen scheint Herzschwäche keine Contra-Indication zu sein.  Ein deutscher Arzt, der sich bei einer Operation eine schwere Infection zugezogen hatte, bekam u. A. dabei auch einen ganz unregelmälsigen Puls; er hat aber doch Bäder genommen bis zu 46 Grad, und es hat auf seinen Puls nicht die geringste nachtheilige Wirkung gehabt.  Trotzdem würde ich bei allen, die Klappenfehler haben, von heissen Bädern abrathen.  Ferner ist das heisse Bad direkt contraindicirt bei organischen Erkrankungen des Nervensystemes, besonders bei Tabes und Neuritis.  Ich weiss nicht, ob das Klima Einfluss hat, ich selbst kann hier ebenso heiss baden wie in Japan.  Ich würde bleiben; man wird dann finden, dass das Bad eine sehr erfrischende Wirkung hat.

        (Verlag von Bergmann, Wiesbaden, 1893)

                                                                                                                            

ベルツ博士は日本古来の温泉療法に強い関心を寄せ、多くの温泉研究をしました。帰国後はドイツ内科学会などで日本の温泉医療を報告しました。これは今から110年前に世界に紹介された日本医療の記念すべき論文です。当時は「時間湯」が54度、1日5回の入浴であったことが記載されています(現在は47度、1日4回)。また草津節の名文句「お医者さまでも草津の湯でも、惚れた病は治りやせぬ」がそのまま訳されています。草津温泉の効用を解説しつつも日本人の熱湯好きに苦言を呈しています。
日本人は湯から出てゆでダコのように赤くなるーーーと言いますが、ドイツのベルツ博士はカニのように赤くなると表現してます。これも文化のちがいでしょうかーーー。

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